Das Buch
Tausendundeine Nacht, die berühmte morgenländische Erzählsammlung, ist ein Stück Weltliteratur und zugleich ein Beispiel für den Brückenschlag zwischen Kulturen. Die ältesten Vorläufer der Rahmengeschichte von Schahrasad und Schahriyar stammen aus Indien und sind fast 2000 Jahre alt. Ihre Erzählmotive wanderten nach Persien, wo sie in der Sasanidenzeit (2.-6- Jahrhundert n.Chr.) eine schriftliche Form erhielten. Die mittelpersische Fassung wurde um ca. 800 n.Chr., wahrscheinlich in Bagdad, ins Arabische übersetzt und begann sich danach mit arabischen Geschichten zu füllen.
Seit dreihundert Jahren wurde und wird Tausendundeine Nacht in europäische Sprachen übersetzt und in den Literaturen aller Welt weiterüberliefert. Die erste Übersetzung des französischen Orientalisten Antoine Galland stammt von 1704. Diese sehr freie Nachschöpfung löste maßgeblich den Orient-Boom in der europäischen Literatur, Dichtung und Malerei, später dem Film aus. Keine große Kunstgattung konnte sich dem Zauber von Tausendundeiner Nacht entziehen.
Claudia Otts Neuübersetzung, erschienen 2004 im Verlag C.H. Beck und inzwischen schon in der 10. Auflage sowie als Taschenbuch (dtv) und als Hörbuch (HörbuchHamburg) erhältlich, macht erstmals die älteste arabische Fassung von Tausendundeine Nacht in deutscher Sprache zugänglich. Die zugrundeliegende arabische Handschrift ist ca. 600 Jahre alt und liegt erst seit 15 Jahren in der Edition des irakischen Arabisten Muhsin Mahdi vor. Dieses arabische Original besticht durch die Lebendigkeit seiner Sprache, die poetische Kraft der Gedichte und die Freude am spannenden Erzählen.
Weiterführende Informationen finden Sie auch unter: www.tausendundeine-nacht.com



